Nach einer aufreibenden Woche war es wohltuend, dass sich so viele Menschen beim IG Metall Aktionstag mit der Ford Belegschaft solidarisierten. Aus der Region und ganz NRW kamen 23.000 Menschen zusammen, um sich gemeinsam für den Erhalt unserer Industriearbeitsplätze einzusetzen.
„Man hat unserer Belegschaft den Boden unter den Füßen weggezogen, die Angst vor der Zukunft ist enorm, aber die Bereitschaft uns als Betriebsrat in den anstehenden Verhandlungen den Rücken zu stärken ebenfalls!“ erklärte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Benjamin Gruschka auf großer Bühne und erntete dafür viel Applaus.
David Lüdtke, Vertrauenskörperleiter Ford Köln, ergänzte ihn auf der Bühne: „Um dem Betriebsrat den alleinigen Druck von den Schultern zu nehmen, werden wir in den kommenden Tagen einen zweiten Verhandlungsweg öffnen und den Arbeitgeber zu Sozialtarifverhandlungen auffordern. Das Druckmittel eines Arbeitskampfes ist in der jetzigen Situation offensichtlich das einzige Argument, dass die Arbeitgeberseite versteht.“
„Wir sind darauf gut vorbereitet und entschlossen. Die Patronatserklärung zu kündigen war ein strategischer Fehler des Unternehmens. Denn nun führt kein Weg mehr daran vorbei, dass alles, was wir für die Kolleginnen und Kollegen aushandeln werden, auch gegen eine mögliche Insolvenz geschützt werden muss. Es wird also wesentlich teurer für Ford werden!“ kommentiert Kerstin D. Klein, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Köln-Leverkusen.
„Wir bleiben Ford! Gemeinsam weiterkämpfen für Köln“
Pressemitteilung der IG Metall Köln-Leverkusen